114 VERLEGEHINWEISE ALLGEMEIN Vor der Verarbeitung Bitte stellen Sie sicher dass die Ware hinsichtlich der Art Menge und Qualität mit Ihrer Bestellung übereinstimmt Warenmängel sind grundsätzlich vor Einbau bzw der Verlegung anzumelden Verarbeiten Sie deshalb nur einwandfreies Material Eingebautes Material ist nicht mehr reklamierbar Kantenabplatzungen Die im eingebauten Zustand sichtbaren Kanten von Pflastersteinen aus Beton können unterschiedlich ausgebildet sein Je nach Produkttyp sind die Kanten scharfkantig gebrochen abgerundet gefast abgeschrägt und oder unregelmäßig geformt Scharfkantige Bauteile haben eine höhere Kantenempfindlichkeit als z B gefaste Bauteile Dies gilt auch für Pflastersteine Geringfügige Ausbrüche oder Abplatzungen an den Kanten von Pflastersteinen sind daher nicht zu vermeiden und stellen im Allgemeinen keinen Produktmangel dar Ausbrüche oder Abplatzungen gelten als geringfügig wenn die Beschreibung der Eigenschaft scharfkantig der DIN EN 1338 eingehalten ist Dies gilt auch für Pflastersteine im eingebauten Zustand Pflastersteine die zu engfugig oder mit Stein zu Stein Kontakt und somit nicht fachgerecht verlegt worden sind oder deren Unterlage Tragschichten und Untergrund nicht ausreichend tragfähig und frostsicher ist werden infolgedessen eventuell bereits beim Abrütteln Kantenbeanspruchungen ausgesetzt denen auch hochwertige Betone nicht widerstehen können Unsachgemäße Verlegung kann somit auch bei mängelfreien d h DIN EN gerecht gelieferten Betonpflastersteinen zu Abplatzungen führen die nicht mehr geringfügig sind Kantenabplatzungen können auch nutzungs bedingt auftreten wenn z B auf dem Pflaster befindliche größere Gesteinskörner von Fahrzeugreifen in einen Fugenspalt gedrückt werden 116 Kantenabplatzungen können die Nutzungs sicherheit z B für Fußgänger auf der betroffenen Fläche einschränken Gefaste oder ähnlich ausgebildete Kanten mindern generell die Gefahr von Kantenabplatzungen Farb und Texturabweichungen Farb und Texturabweichungen sind aufgrund der Verwendung von natürlichen Rohstoffen z B Gesteinskörnungen Zement die natürlichen Schwankungen unterliegen nicht vermeidbar Darüber hinaus haben Form und Größe der Pflastersteine technisch nicht vermeidbare Schwankungen der Betonzusammensetzung Witterung Betonalter usw Einfluss auf die Farbe sowie auf die Oberfläche der Betonprodukte Dies gilt sowohl für nicht nachträglich bearbeitete Erzeugnisse als auch für solche mit werkstein mäßig bearbeiteter Oberfläche Farb und Texturabweichungen können daher bei Betonprodukten fertigungs und rohstoffbedingt auftreten Zufällige Unregelmäßig keiten sind für die Technologie dieser Erzeugnisse charakteristisch dies ist bei der Beurteilung des Gesamteindruckes des Gewerkes zu berück sichtigen Der optische Gesamteindruck des Gewerkes kann nur aus dem üblichen Betrachtungsabstand des Nutzers und unter gebrauchsüblichen Beleuchtungs und sonstigen Randbedingungen beurteilt werden Insofern stellen fertigungs und rohstoffbedingte Farb und Texturabweichungen je nach Einzelfallbetrachtung in der Regel keinen Mangel dar Sie sind technisch unbedenklich und beeinträchtigen nicht die mechanischen Eigenschaften der Betonprodukte sowie die der daraus hergestellten Flächenbefestigung vgl auch DIN EN 1338 Die Bewitterung und die mechanische Beanspruchung führen bei Betonprodukten zu einer Veränderung von Farbe und Oberflächen textur Eventuell anfangs vorhandene Unterschiede gleichen sich im Laufe der Nutzung an Das ursprüngliche Erscheinungsbild der Flächen verändert sich mit zunehmender Nutzungsdauer Dieser Prozess wird zusätzlich durch Art und Intensität der Reinigungs und Pflegearbeiten beeinflusst Wird die Wahl für einen bestimmten Stein z B anhand von Musterflächen oder Bauwerken getroffen die bereits der Witterung und Nutzung ausgesetzt sind ist zu berücksichtigen dass gleichartige neue Produkte diesen Einflüssen noch nicht ausgesetzt sind und Farb und Texturunterschiede zur ursprünglichen Musterfläche bzw zum ursprünglichen Bauwerk aufweisen können Dies gilt sinngemäß auch für Nachlieferungen Sämtliche Abbildungen in diesem Prospekt sind Durchschnittsmuster und können von den gelieferten Materialien hinsichtlich Farben optischer Wirkung abweichen Generell sind Betonprodukte möglichst als eine Bestellung pro Bauabschnitt zu planen ist das nicht möglich sind bei der ersten Bestellung Reserven auf Lager zu legen Bei Nachbestellungen kann Farbgleichheit nicht garantiert werden Bei der Verlegung sollte aus mehreren Paketen gleichzeitig gearbeitet werden So fallen gegebenenfalls vorhandene Farb und Oberflächenabweichungen am wenigsten auf Auch innerhalb eines Steinpaketes können nicht alle Steine hinsichtlich ihrer Farbe und Oberfläche identisch sein Ausblühungen Verfärbungen Unter Ausblühungen wird eine vorübergehende meist im trockenen Zustand sichtbare weißliche Ablagerung auf der Oberfläche der Produkte verstanden die unterschiedlich intensiv und oder fleckenartig sein kann Verunreinigungen z B durch Lagerung von Baumaterialien Bauabfällen usw können ein ähnliches Erscheinungsbild aufweisen sind jedoch keine Ausblühungen Das Auftreten von Ausblühungen wird in erster Linie durch besondere Witterungsbedingungen hervorgerufen denen die Erzeugnisse insbesondere im jungen Alter ausgesetzt sind Sie sind technisch unbedenklich und beeinträchtigen nicht die mechanischen Eigenschaften der Pflastersteine sowie die der daraus hergestellten Flächenbefestigung vgl auch DIN EN 1338 Unter normaler Beanspruchung Witterung Verkehr usw nehmen Ausblühungen mit der Zeit ab Da nur der Anteil Kalk aus dem Zement an die Oberfläche treten kann der nicht von anderen Ausgangsstoffen im Beton fest gebunden ist kommt es nach dem Abklingen von Ausblühungen in der Regel nicht erneut zu diesem Effekt Ein Auswechseln der Produkte oder andere Maßnahmen gegen Ausblühungen sind daher nicht empfehlenswert Ausblühungen können auch bei bereits fertig gestellten unter Nutzung befindlichen Beton produkten entstehen und sind dann häufig die Folge einer mangelhaften Ausführung der Unterlage Weisen die Tragschicht und oder die Bettung keine ausreichende Wasserdurchlässigkeit auf nimmt die Tendenz zur Entstehung von Ausblüh ungen drastisch zu Voß 2013 Ausblühungen stellen somit keinen Reklamationsgrund dar

Vorschau JASTO-GALA2019 Seite 116
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