JASTO GARTENWELT VERLEGEHINWEISE FÜR PFLASTERSTEINE Achtung beim Anlegen ökologischer Flächen systeme ist darauf zu achten dass sowohl der Unterbau die Bettung als auch das Fugen material versickerungsfähig ist Die Steinverlegung Auf das derart vorbereitete Pflasterbett werden dann die Pflastersteine höhen winkel und fluchtgerecht mit Schnur mit einem Fugen abstand von ca 3 5 mm verlegt Wird eine Kreisverlegung in die Fläche mit einbezogen ist die genaue Lage der Kreise zu bestimmen und so auszuwählen dass möglichst wenig Anschluss Steine zu schneiden sind Bei der Planung der Pflasterfläche sollte möglichst die Verlegebreite auf das Rastermaß der gewählten Steine abgestimmt werden um unnötige Schneidarbeiten zu vermeiden Es ist notwendig durch Auslegen des Pflasters die Verlegebreite zu bestimmen Sollten trotzdem Pass Steine erforderlich sein dürfen diese nicht kleiner als der halbe Normalstein sein Während der Verlegung Steine aus mehreren Paketen mischen um die unvermeidlichen Farbdifferenzen auszugleichen Steine nur von der verlegten Fläche aus verlegen Das vor bereitete Pflasterbett darf nicht betreten werden Gegebenenfalls an den Steinen vorhandene Abstandshilfen entbinden den Ausführenden nicht von der Einhaltung der vorgeschriebenen Fugenbreite vgl auch ZTV Pflaster StB Die Pressverlegung also die Verlegung mit unmittelbarem Stein zu Stein Kontakt ist nicht zulässig weil sie das Tragverhalten der Pflasterdecke negativ beeinflusst 117 115 Keine Pflasterdecke ohne Randbegrenzung Eine fachgerecht hergestellte Randeinfassung gibt der Pflasterdecke den notwendigen seitlichen Halt Sie verhindert dass sich die Pflastersteine im Randbereich verschieben und sich die Fugen öffnen können Betonstütze Pflasterstein EKO Bord Kunststoffeinfassung Alternativ bietet JASTO im nicht befahrenen Bereichen den Einsatz unserer EKO Bord Kunststoffeinfassung an Im befahrbaren Bereich muss die Pflasterfläche z B mittels Palisaden oder Randsteinen fest eingefasst werden In Bereichen in denen keine Befestigung durch Randsteine erforderlich ist bietet sich die Gestaltungsmöglichkeit des Auslaufenlassens von Flächen an Eine Befestigung dieser Flächen erzielt man durch eine Frischbetonstütze an den Pflastersteinen Diese sollte ca 2 cm unterhalb der Oberkante des Pflasters ansetzen und bis auf das Schotterbett gehen Direkt auf diese Frischbetonstütze kann Erdreich Rasen oder Mulch gegeben werden Somit wird ein unsichtbarer Halt der Fläche erreicht Bankett Oberboden Füllboden q q erforderliche Querneigung in Untergrund Frostschutz schicht Rand oder Bordstein mit d 80 mm 10 cm 20 cm Pflaster Bettung Kies oder Schottertrag schicht q q Fundament und Rückenstütze aus Beton mit einer Druckfestigkeit 8N mm2 Pkw Stellfläche nicht so Abstandshilfe und Stein stoßen aneinander d h Fugenbreite Vorsprungsmaß der Abstandhilfe sondern so 3 5 mm Abstandshilfe und Stein stoßen nicht aneinander d h Soll Fugenbreite nach DIN 18318 Welche Steindicke für welchen Zweck Die dauerhafte Stabilität einer Pflasterdecke wird von der einwandfreien Bauausführung dem fachgerecht erstellten Unter Oberbau aber auch von der richtigen Steindicke be stimmt Auswahlkriterium hierfür ist die zu erwartende Belastung Im Allgemeinen werden im privaten Bereich Pflastersteine mit Dicken von 6 8 cm eingebaut 6 cm etwa beim Haus eingang oder Gartenweg 8 cm bei Flächen die stärker mit PKWs befahren werden Bei steigender Verkehrsbelastung sind Stein dicken von 10 14 cm notwendig Beispiele hierfür sind Siedlungsstraßen oder Speditions und Lagerhöfe Hier findet ständig Schwerlastverkehr statt eine äußerst stabile Pflasterdecke ist deshalb unverzichtbar Unterbau Die Stärke des Unterbaus richtet sich nach der zu erwartenden Belastung sowie dem bauseits vorhandenen Untergrund und ist profilgerecht einzubauen Es sollte ein frostsicheres kornabgestuftes Material aus Splitt o Ä verwendet werden Zur Befestigung von Gehwegen im privaten Umfeld genügt im Allgemeinen eine Stärke von ca 15 25 cm für eine ausreichende Trag fähigkeit Bei stärker belasteten Verkehrsflächen ist in der Regel eine Stärke von ca 30 45 cm erforderlich Für stark befahrene Flächen finden die Bauklassen nach RStO Anwendung Unebenheiten im Unterbau dürfen nicht durch die Pflasterbettung ausgeglichen werden sonst können nach dem Abrütteln Mulden entstehen Gefälle von mindestens 2 5 bei wasserdurch lässigem Pflaster 0 ist einzuplanen Das Gefüge des Unterbaus muss so verdichtet sein dass die Pflasterbettung nicht in den Unterbau wandern kann Das Pflasterbett Auf den Unterbau wird als Pflasterbett eine 3 5 cm starke Splittschicht oder Brechsand Körnung 2 5 mm bzw 0 5 mm aufgebracht und sauber über Lehren abgezogen Diese abgezogene Schicht darf nicht verdichtet befahren oder betreten werden Das Pflasterbett schafft auch den Ausgleich für Höhendifferenzen der Pflastersteine die herstellungsbedingt nicht zu vermeiden sind z B ein 8 cm starkes Pflaster darf laut Norm 3 mm Höhentolleranzen haben Um die geforderte Sollhöhe des fertigen Belages zu erreichen muss das Verlegebett mit einer Überhöhung von ca 0 5 1 0 cm hergestellt werden um die sich die Endhöhe nach dem Abrütteln reduziert

Vorschau JASTO-GALA2019 Seite 117
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