WELCHE STEINDICKE FÜR WELCHEN ZWECK Die dauerhafte Stabilität einer Pflasterdecke wird von der einwandfreien Bauausführung dem fachgerecht erstellten Unter Oberbau aber auch von der richtigen Steindicke be stimmt Auswahlkriterium hierfür ist die zu erwartende Be lastung Im Allgemeinen werden im privaten Bereich Pflas tersteine mit Dicken von 6 8 cm eingebaut 6 cm etwa beim Hauseingang oder Gartenweg 8 cm bei Flächen die stärker mit PKWs befahren werden Bei steigender Verkehrsbelas tung sind Steindicken von 10 14 cm notwendig Beispiele hierfür sind Siedlungsstraßen oder Speditions und Lager höfe Hier findet ständig Schwerlastverkehr statt eine äu ßerst stabile Pflasterdecke ist deshalb unverzichtbar UNTERBAU Die Stärke des Unterbaus richtet sich nach der zu erwar tenden Belastung sowie dem bauseits vorhandenen Unter grund und ist profilgerecht einzubauen Es sollte ein frostsi cheres kornabgestuftes Material aus Splitt o Ä verwendet werden Zur Befestigung von Gehwegen im privaten Um feld genügt im Allgemeinen eine Stärke von ca 15 25 cm für eine ausreichende Tragfähigkeit Bei stärker belasteten Verkehrsflächen ist in der Regel eine Stärke von ca 30 45 cm erforderlich Für stark befahrene Flächen finden die Bau klassen nach RStO Anwendung Unebenheiten im Unterbau dürfen nicht durch die Pflasterbettung ausgeglichen wer den sonst können nach dem Abrütteln Mulden entstehen Gefälle von mindestens 2 5 bei wasserdurchlässigem Pflaster 0 ist einzuplanen Das Gefüge des Unterbaus muss so verdichtet sein dass die Pflasterbettung nicht in den Unterbau wandern kann DAS PFLASTERBETT Auf den Unterbau wird als Pflasterbett eine 3 5 cm star ke Splittschicht oder Brechsand Körnung 2 5 mm bzw 0 5 mm aufgebracht und sauber über Lehren abgezogen Diese abgezogene Schicht darf nicht verdichtet befahren oder betreten werden Das Pflasterbett schafft auch den Ausgleich für Höhendifferenzen der Pflastersteine die her stellungsbedingt nicht zu vermeiden sind z B ein 8 cm starkes Pflaster darf laut Norm 3 mm Höhentoleranzen haben Um die geforderte Sollhöhe des fertigen Belages zu erreichen muss das Verlegebett mit einer Überhöhung von ca 0 5 1 0 cm hergestellt werden um die sich die Endhöhe nach dem Abrütteln reduziert Achtung Beim Anlegen ökologischer Flächensysteme ist darauf zu achten dass sowohl der Unterbau die Bettung als auch das Fugenmaterial versickerungsfähig ist DIE STEINVERLEGUNG Auf das derart vorbereitete Pflasterbett werden dann die Pflastersteine höhen winkel und fluchtgerecht mit Schnur mit einem Fugenabstand von ca 3 5 mm verlegt Wird eine Kreisverlegung in die Fläche mit einbezogen ist die genaue Lage der Kreise zu bestimmen und so auszuwählen dass möglichst wenig Anschluss Steine zu schneiden sind Bei der Planung der Pflasterfläche sollte möglichst die Verle gebreite auf das Rastermaß der gewählten Steine abge stimmt werden um unnötige Schneidarbeiten zu vermeiden Es ist notwendig durch Auslegen des Pflasters die Verlege breite zu bestimmen Sollten trotzdem Pass Steine erforder lich sein dürfen diese nicht kleiner als der halbe Normalstein sein Während der Verlegung Steine aus mehreren Paketen mischen um die unvermeidlichen Farbdifferenzen auszuglei chen Steine nur von der verlegten Fläche aus verlegen Das vorbereitete Pflasterbett darf nicht betreten werden Gege benenfalls an den Steinen vorhandene Abstandshilfen ent binden den Ausführenden nicht von der Einhaltung der vor geschriebenen Fugenbreite vgl auch ZTV Pflaster StB Die Pressverlegung also die Verlegung mit unmittelbarem Stein zu Stein Kontakt ist nicht zulässig weil sie das Trag verhalten der Pflasterdecke negativ beeinflusst nicht so Abstandshilfe und Stein stoßen aneinander d h Fugenbreite Vorsprungsmaß der Abstandhilfe 3 5 mm sondern so Abstandshilfe und Stein stoßen nicht aneinander d h Soll Fugenbreite nach DIN 18318 FÜR PFLASTERSTEINE 146 Verlege und Verarbeitungshinweise JASTO Gartenwelt

Vorschau JASTO Gartenwelt 2020 Seite 146
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